Montag, 30. Oktober 2017

Finish ohne Ende ...

oder Ende ohne Finish ­čśč


Auch wenn es die Meisten nicht verstehen. Ich habe eine Medaille und eine Urkunde und doch nicht beendet.

War es doch nicht mein Ziel einen Marathon zu finishen.
Das Ziel war ganz klar 63 km ­čśę

Da so viele Fragen, ob es mir gut geht, ob ich verletzt sei, aufkamen, m├Âchte ich versuchen, mich zu erkl├Ąren, ohne ins Detail zu gehen.

Es waren die ganze Woche schon die Zeilen von Fury in the Slaughterhouse, die mir durch den Kopf gingen ...

Dies ist nicht die richtige Zeit f├╝r Fragen,
und auch nicht die richtige Zeit f├╝r Tr├Ąnen.
Dies ist nicht die Zeit zu schlafen, jetzt wo wir gerade k├Ąmpfen,

und dies ist nicht die Zeit zu sterben.

Stell dir vor, du bekommst eine Diagnose, die mit gar nichts darauf hindeutet, dass du Angst haben musst.
Du wirst alt werden k├Ânnen, du bist in keiner Risikogruppe. Kein ├ťbergewicht, kein Herzinfarktrisikopatient, Nichtraucher, keinen Alkohol, Sportler.
Und doch bleibt ein unkalkulierbares Risiko ...
Einer von 100.000 bei denen dies diagnostiziert wird ...
Keine Ursache bekannt ...
Kein Medikament auf dem Markt ...
Du musst damit leben und kannst nur eins tun: watch and wait!
Nicht mehr und nicht weniger.

Um vielleicht ein bisschen mehr zu erfahren, neue Chancen zu bekommen, fuhr ich am Sonnabend zu einem Info-Tag und h├Ątte es sein lassen sollen.
Denn das Kopfkino ist ein unkalkulierbares Ding ...
Nachts vom Seminar getr├Ąumt ...
Morgens als erstes daran gedacht ...
Nach 35 km ...

Es lief so gut los.

Sonntag Morgens in Remscheid ­čśŐ

Das Unwetter hat den bergischen Kreis einigerma├čen verschont. Bisschen Regen. K├╝hler geworden.

Parkplatz direkt vor der Sporthalle bekommen.
Startnummer bereits am Vortag abgeholt.
Stressfreier geht´s gar nicht mehr ­čśâ

Als ersten Jens gesprochen, Ron ebenso. Zuletzt sahen wir uns in Wernigerode.



Corinna und Alex getroffen.


Alex hatte mich vor genau einem Jahr in Bad Salzuflen auf der FMB besucht. Vielleicht klappt es dieses Jahr auch wieder?!

Mit Michael und Andreas schon vor langer Zeit, als Ultra-Novizen so zu sagen, durch den Kellerwald gerannt.
Beim Brocken-Marathon vor 14 Tagen schon getroffen. In Remscheid dann mit Bild ­čść


Vergeblich nach Andreas und Gerd Ausschau gehalten ­čśó

P├╝nktlich 8:30 fiel der Startschuss. Andreas und ich blieben zusammen. In 4 Wochen haben wir bereits ein gemeinsames Date in Bonn ­čś▓ und konnten ein paar Dinge bequasseln.

In gem├╝tlichen 5:50/km h├Âppelten wir durch Lennep, um nach ca. 5 km Fahrt aufzunehmen. War mir doch etwas zu langsam.

Die folgenden Bergauf- und Bergabpassagen liefen richtig gut.
Letztens meinte mein Kollege beim gemeinsamen Lauf in Amberg: der l├Ąuft wie´n Flummi die Berge runter.
Ja. Das Fetzt. Macht Spa├č. 
Auch bergauf kann ich konstant bleiben und konnte einige Schnaufende einsammeln.

Bis km 21, dem ersten Ziel beim R├Ântgen-Lauf, lief es einfach nur perfekt.

Die Strecke ist gut besucht und nicht so laut, wie man das von Stadtmarathons kennt. Fetzig. Leute nett. Alle gut drauf. Und das an einem Sonntagmorgen ­čśâ

Die Zielgasse den Halbmarathonies ├╝berlassen und rechts gehalten. Der Sprechen nennt deinen Name, deinen Wohnort, die Zuschauer applaudieren. Du l├Ąufst weiter.

Das 2. Drittel unter die F├╝├če nehmend. St├╝rmisch war es nur au├čerhalb des Waldes. Im Wald ist´s angenehm. Nur kalt, manchmal sehr kalt. Ich bin ein Weichei ...

Und Gedanken kommen auf.
Kalte Fingerspitzen. Durchblutungsst├Ârungen. Griff zur Nase. Nein. Kein Bluten. Keine geschwollenen H├Ąnde. Wasserlassen klappt auch ...

Und doch ist bei km 30 der Stecker wie gezogen ...
Verpflegungsstand bei km 33.
Noch 30 km bis zum Ziel ...

Bis Kilometer 35 noch ok. Dann platzt die Bombe.
Ich kann an nichts anderes denken. Der Kopf macht zu.
Kein Horrorszenario. Und doch zu.
Ich gehe, versuche runter zu kommen. Laufe wieder an. Beobachte einen Habicht, der ├╝ber uns kreist und seinen markanten Ruf ins bergische Land st├Â├čt. Denke an meinen Habichtswald zu Hause.

Auch keine wirkliche Lust die Kamera zu z├╝cken. Wiederwillig machte ich ein Bild an der M├╝ngstener Br├╝cke, auf die ich mich so freute.
Auch die sonst so geliebten Downhillpassagen liesen das Herz kalt ­čśó 

Kilometer 37 die erste Erw├Ągung eines DNF ...
Kilometer 39 stand der Entschluss fest ...
Aus!
Vorbei!
Ende!

Startnummer ab und ins 42,195-km-Ziel gegangen.

Die mich ├╝berholenden waren so lieb. Versuchten sie doch mich zu motivieren. Mich zum Laufen zu bewegen. Aber Nein.
Wenn dir der Arm fehlt, ein Bein, du kotzend am Streckenrand liegst, wei├č jeder was los ist.
Die Gedanken im Kopf sieht man nicht.
Meine Krankheit sieht man nicht.
Watch and wait ...

Der Stadionsprecher sieht mich kommen:
"Der Mann in Rot."
"Ohne Nummer."

Wer Ahnung hat, w├╝sste was das hei├čen soll ...
Die Zuschauer applaudieren.
Mir ist einfach nur zum Heulen.
Jemand will mir eine Medaille um den Hals h├Ąngen. 
Ich zieh den Kopf weg und nehme sie in die Hand.
Ich habe sie mir nicht verdient.
Sie nicht gewollt.
Jeder, der hier sein Ziel hatte, hat sie sich erarbeitet. Verdient. Verdient Respekt.

Stopp-Taste an der Suunto.gedr├╝ckt.
4:11h ­čśó

Ich schleiche zum Bus.
5 Minuten muss ich die fr├Âhlichen Menschen, Finisher, aushalten.
Dann schlie├čen sich die T├╝ren.
Und meine Pforten ├Âffnen sich ...
Die Tr├Ąnen schie├čen.
Ich sollte nicht hier im Bus sein.
Ich sollte da drau├čen sein.
Nicht wegfahren.
Sollte laufen.

Ich muss mich hocken.
Kann nicht stehen.
Die Beine geben nach.

Jemandem f├Ąllt es auf und kommt zu mir. "Ist alles in Ordnung? Kann ich helfen?" 
Nein! Nichts ist in Ordnung. Aber helfen kannst du mir nicht. So leid es mir tut. So sehr freut es mich auch.

Die Fahrt scheint nicht vergehen zu wollen. Es dauert eine gef├╝hlte Ewigkeit, bis wir am Sportzentrum ankommen.
Ich springe aus dem Bus und laufe zur Sporthalle.

Corinna hatte meinen Post gelesen und nach mir gefragt. Sie sei auch schon da.
In der Halle fingen wir uns auf. Wie unsere Handgelenke verrieten, haben wir eine Gemeinsamkeit ...


Nach der hei├čen Dusche und einem sehr verst├Ąndnisvollem Gespr├Ąch ging es uns, mir auf jeden Fall, deutlich besser und ich machte mich auf den Heimweg. Dankesch├Ân Corinna ...

Einen Vorteil hatte der Abbruch auf jeden Fall: ich w├╝rde unsere Tochter noch sehen, die zu Besuch ist, denke ich ­čĺĽ

Zu Hause angekommen, mit der Herzdame die Erlebnisse vom Sonnabend geteilt und nach einem leckeren Carbo-Loading mit sehr gesundem 2015er-Traubensaft ­čśŐ ging es dem Gn├╝ schon wieder sehr viel besser.


Damit haken wir das ab. Werden sch├Ân waiten und watchen und weiter latschen ­čśü #LaufenIst(├ťber)leben

Ich danke allen von ganzem Herzen der Nachfrage und f├╝r das Lesen meines Blog, was ja nicht nur ein HippHippHurra-Blog ist, sondern ein bisschen Tagebuch.
Und es ist einfach nicht jeder Tag Friede, Freude, Sonnenschein.

Macht´s alle gut, bleibt sch├Ân und gesund und wenn ihr mir einen Kommentar hinterlasst freue ich mich noch mehr.

Euer Gn├╝ aus Z├╝

Samstag, 21. Oktober 2017

Gl├╝ck und Dankbarkeit ...




Ich besuchte in der vergangenen Woche meine Frau auf Arbeit und gemeinsam nutzen wir die Mittagspause, um die letzten Sonnenstrahlen bei einem K├Ąffchen und einem St├╝ckchen Kuchen zu genie├čen.
Dabei las ich das Zitat auf ihrem Tresen und es ging mir beim vergangenen Marathon durch Dresden nicht aus dem Kopf.

Es war mein 3. Start in Dresden. Mein 18. Marathon seit 2012 und es sollte mein letzter Stadtmarathon sein.
Doch bei der Dankbarkeit, die ich im Ziel empfand und als der gl├╝cklichste Mensch am Sonntag nach Hause fuhr, bin ich mir da gar nicht mehr so sicher ­čśĆ

Wie das?
Erfahrt ihr im neuen Beitrag zum 
19. Piepenbrock Dresden-Marathon. 

Bei mir ist es mit der Planung so, dass ich mir 2 Highlights f├╝r das Jahr aussuche und jeder Wettkampf im Jahr ist ein St├╝ck auf dem Weg zum Highlight.

Das sollte im Fr├╝hjahr der Treppenmarathon in Radebeul seiin und f├╝r des 2. Halbjahr bin ich so ein bisschen zum H├Âhepunkt gekommen, wie die Jungfrau zum Kind, so zu sagen.
Ich meldete mich, ein klein bisschen naiv, zum KoBoLT an und als wir ganz entspannt in Lanzarote am Pool d├Âsten, schlief mir beim Erhalt einer E-Mail buchst├Ąblich das Gesicht ein.
Man hatte mich tats├Ąchlich in den Kreis der Starter aufgenommen und ich musste einen Plan machen, wie ich wohl 140 km im November auf dem Rhein-Steig schaffen werde.

Also bot es sich schlie├člich an, den Brocken-Marathon, Dresden und den als n├Ąchstes anstehenden R├Ântgenlauf dazu zu nutzen.
Eine echte Marathon-Vorbereitung, wie ich sie in den vergangenen Jahren absolviert habe, fand nicht statt. Vielmehr ist das Laufen im Wettkampf eher der Disziplin f├Ârderlich, nicht zu tr├Âdeln und nicht mal einfach auf die Pausen-Taste zu dr├╝cken ­čś▓

Wir fuhren am Sonnabend sehr entspannt Mittags aus Gn├╝´s Revier los, mit Ziel Marathon-Messe.
Die Herzdame wurde bei den Schwiegies abgesetzt und weiter ging´s zum Messezentrum.

Bei der Dealerin des Vertrauens neue Socken erstanden und so f├╝r das kommende Jahr ausgestattet. F├╝r´s erste wenigsten ­čść


Dankesch├Ân, Carola, f├╝r die perfekte Beratung. Da merkt man, wer mit Leib und Seele Verk├Ąufer ist ­čĹŹ

Mit den neuen Errungenschaften, ich h├Ątte den Stand leerkaufen k├Ânnen, machte ich mich auf den Weg zur Familie, die auf mich mit dem Abendessen warteten.

Lecker Essen, mal nicht PPP (Peter´s Pasta Party) daf├╝r hat Omi aber f├╝r das Auff├╝llen des Speicher gesorgt.
Der Abend endete mit vollgefressenem W├Ąnstchen und 4 Bieren ­čśÁ

Der Wecker bimmelte und nach gemeinsamem Fr├╝hst├╝ck machte ich mich auf den Weg.
Auch als Dresdner ist es bei dem Bauboom schwierig einen Parkplatz zu finden und seit meinen Ortskenntnissen sind ja schon ein paar Jahre vergangen ­čśî

Am Alten Kraftwerk fand ich aber einen und was sind schon 1000 Meter bis zum Start.
Nur 1000 Meter hin, 42000 Meter Laufen, 500 zum Start, zur Klamottenaufbewahrung, zur Dusche ...
Es summiert sich ­čś▒

Noch mal ├╝ber die Messe und bei Webinero nach dem Befinden fragen.



Langsam wurde es dann auch Zeit, sich in das Outfit zu werfen und den Start suche, der wegen der Bauarbeiten auf der Marienbr├╝cke verlegt wurde.



Am Block "B" angekommen und sehr einsam gef├╝hlt, traf ich Carmen, J├Ârg und Karsten.
So vergingen die Minuten wie im Flug und durch die Versp├Ątung des Topp-L├Ąufers fiel der Startschuss mit 5 Minuten Versp├Ątung.

Da die Marathonis und die Halbmarathonl├Ąufer gemeinsam starteten hie├č es aufpassen und nicht ├╝berziehen.
Aber wie das immer so ist ­čśë

Der Blick auf die Uhr sagte nach 2 km: viel zu schnell, aber es lief. Also der Gn├╝ lief und f├╝hlte sich wunderbar.

Die Strecke ist einem beim 3. Start nun auch ein bisschen bekannt und man wei├č, was wann kommt.
Und der Hammer w├╝rde kommen. Sp├Ątestens in Runde 2 auf dem K├Ąthe-Kollwitz-Ufer.

Durch die Innereneustadt und vorbei an vielen Szene-Kneipen ging es zur Garnisonskirche.
Hier fanden, fr├╝her wenigstens, die Tonaufnahmen des Dresdner Kreuzchores statt, in dem mein Bruder sang.

Es folgte das f├╝r mich schlimmste St├╝ck: Einlauf in den Tunnel und Aufstieg zur Waldschl├Âsschen Br├╝cke.



Zum einen hat sie Dresden zur Aberkennung des Weltkulturerbes verholfen und mir fast zum H├Ârsturz ­čśĽ

Muss man denn wirklich am Ende des Tunnels eine Samba-Truppe positionieren?
Ich denke nicht und steckte mir die Finger in die Ohren. L├Ąuft sich zwar doof, ist aber die einzige Chance dem L├Ąrm Abhilfe zu schaffen.

├ťber die Br├╝cke und auf die Fetscherstra├če mit den ersten schweren Gedanken. Vorbei am der Uni-Klinik, in der Mama bis zum bitteren Ende gegen den Arsch Krebs gek├Ąmpft hat.

Kurz danach auf der rechten Seite die Container-Burg, wo mal die Hallen meines erster Arbeitgebers standen.
Dahinter die Silberware, wo Mama als Betriebs-Friseurin den Angestellten Montags die Haare schnitt. Ja. Es gab schon gute Sachen in der DDR.

├ťber die Kreuzung weiter und rechts meine erste Wohnung, die wir 1993 gen Westen verlie├čen.

Durch den gro├čen Garten und der Gn├╝ kannst nicht lassen, das Handy zu z├╝cken ­čśë


Zur├╝ck in Richtung Fetscherplatz und vorm Abbiegen in die Striesener Stra├če kommt mir Torsten entgegen. Kurzer Gru├č und "Hallo, Du packst das!"

Runter zum Terrassenufer, entlang der Anlegestelle der wei├čen Flotte und den Dom vor Augen.
Auch hier wieder Erinnerungen an vergegangene Kindheitstage.

Vor uns war nichts sicher und Dresden hatte genug zu entdecken. Zum Beispiel die Hochschule f├╝r bildende Kunst, wo ein Fenster seinerzeit offen stand und bei uns Jungs war die Neugierde einfach zu gro├č. Wir mussten herausfinden, was da verborgen stand.
Auch wenn wir viel Bl├Âdsinn gemacht haben; wir haben nie etwas zerst├Ârt oder besch├Ądigt und wir hatten Respekt.

2. Runde.
Am Italienischen D├Ârfchen links halten und Getr├Ąnkestand mitnehmen. ├ťber die Augustusbr├╝cke und am 1. Interhotel Dresdens vorbei.

Mit R├╝ckenwind geht´s am rechten Elbufer entlang in Richtung Waldschl├Âsschen-Br├╝cke.

Am Rosengarten vorbei. Ein Pimpf, der neben mir her lief und Schritt hielt.
Er lies mich nur kurz am Diakonissenkrankenhaus an den aufgegebenen Kampf unseres Vaters denken. Der Junge lies sich zur├╝ckfallen, weil sein Vater hinten auf ihn wartete.

Wieder ├╝ber die Waldschl├Âsschen-Br├╝cke und dieses Mal ohne Samba-L├Ąrm.
Hinter der Br├╝cke rechts auf das K├Ąthe-Kollwitz-Ufer. Gerade kommen mir die 3:00 Stunden Zugl├Ąufer entgegen und ich merke mir die Uhrzeit.

Rechts ab und die Lothringer Stra├če gekreuzt, welche unser Weg vom Elternhaus zu "unserer" Elbe war als Kinder. Sei´s zum Drachensteigen oder Butterbemmen werfen ­čśâ

Dann das Brett! Wende und gegen den, recht starken, Wind zur├╝ck. Ein L├Ąufer lief zu mir auf und ich h├Ąngte mich an ihn dran.

Die Zeit bis zum Punkt, wo mir die 3h-L├Ąufer entgegen kamen, betrug 16 Minuten. Oh ha. Das wird was!

Bis zur Fetscherstra├če blieb ich am Laufkollegen dran, dann lies ich ihn ziehen und k├Ąmpfte weiter.

Wieder in den gro├čen Garten, doch dieses Mal recht einsam ohne die Halbmarathonis.

Am Stra├čburger Platz Verpflegung fassen und richtig gut am M├╝sliriegel verschluckt.
Gehustet, nach Luft geschnappt, nichts zum Sp├╝len ­čśó.
Weiter!

Fetscherplatz erreicht und wieder links auf die Striesener Stra├če. Ich k├Ąmpfe und doch ist es die Oma, mit der Mundharmonika, die mir ein L├Ącheln entlockt, wie so viele andere Menschen, die uns an der Strecke Anerkennung zusprechen.
Oder die beiden M├Ądchen mit dem Plakat: "Papa, Du hast es so gewollt!" Unweigerlich muss ich lachen und an meine Kinder denken ­čĺŚ

Dann sehe ich tats├Ąchlich Hartmut vor mir?
Ich laufe an ihm vorbei, wir reichen uns die Hand, ich dr├╝cke ihm die Daumen.

Weiter zur Steinstra├če, wo wir Schwimmunterricht hatten.
Links. Zum letzten Mal auf das Terrassenufer.

Pl├Âtzlich stehen die Schwiegis an der Seite. Leider nur ein kurzes Hallo und Winken. Endspurt.  Die letzten knappen 2 Kilometer und dann ist sie endlich da, die Zielgasse.

Links um die Kurve. Und da stehen Thommy, Harry und Jens. Was freue ich mich, sie zu sehen.
An die Seite und Abklatschen.


Rechts und Zielbogen vor Augen.
Meine Augen suchen die Herzdame und zur gleichen Zeit finden wir uns.


Kusshand und schon seh ich links Kerstin und Gunnar. Mehr als ein Winken bleibt nicht, denn da ist schon die Zielmatte und es hei├čt Stopptaste dr├╝cken.
Geschafft!
Medaille um den Hals und hoch zum Ausgang der Liebsten entgegen.

Kuss und Gl├╝ckw├╝nsche. Unerwartet zeitig. Sie hatte mich noch nicht erwartet.

Kerstin und Gunnar kamen zu uns und zusammen suchten wir Harry und Thommy.


Es war einfach so unglaublich sch├Ân, sie alle zu treffen.
So lange war es schon wieder her. Kerstin und Gunnar 4 Wochen zuvor beim ArberlandUltraTrail und Thommy die Woche zuvor bei gemeinsamer Edersee-Umrundung.

Wenn mir nicht immer so schnell kalt werden w├╝rde, ich h├Ątte ewig mit euch quasseln k├Ânnen, aber auch die Schwiegis warteten auf uns und den Heimweg hatten wir auch noch vor uns.
Aber den nicht ohne Kuchen ­čśő



So ist also mein 3. Start ein voller Erfolg gewesen und ich der dankbarste und gl├╝cklichste Mensch, den es an dem Tag in Dresden gab.


3:24:55 h und Platz 22 in der AK45 waren v├Âllig unerwartet und lassen auf einen guten Lauf in Remscheid und beim KoBoLT hoffen.
Ich werde berichten ­čśü

Euch danke ich allen ganz lieb, dass ihr mir den Tag so vers├╝├čt habt, f├╝r das Lesen meins Blog und freue mich noch mehr, wenn ihr mir einen Kommentar hinterlasst.

Bis zum n├Ąchsten Bericht zum KoBoLT verbleibe ich
mit sportlichen Gr├╝├čen
Euer Gn├╝ aus Z├╝

Sonntag, 8. Oktober 2017

ohne wenn, mit Arber ...




Was bin ich? Denke ich mir oft.
L├Ąufer oder Radler?
Ich denke laufender Radler oder radelnder L├Ąufer ­čśü

F├╝r L├Ąufer gibt es Veranstaltungen, die "muss" man gemacht haben. Dazu geh├Âren sicherlich der Berlin Marathon, Bosten, mit der l├Ąngsten Tradition oder New York.
F├╝r Radler gibt es diese "must to do" ebenfalls.
Die Cyclassics Hamburg, der Rh├Ân Radmarathon in Bimbach oder der Arber Radmarathon, den es immerhin seit 1985 gibt.

Wenn man nun so ein Zwitter ist wie ich, der nicht wei├č, ob er lieber radelt oder besser l├Ąuft, der nutzt einen Mix aus beidem und kann sich dar├╝ber freuen, dass so toller Lauf im Bayrischen Wald in die 2. Auflage ging.

├ťber die Kontakte in FB wurde ich angefixt und meldete mich kurzer Hand f├╝r den 2. ArberlandUltraTrail in Bodenmais an.

Allerdings hatte ich nicht auf die Entfernung aus Gn├╝´s Revier nach Bodenmais geachtet und stellte fest: 500 km anfahrt ­čśá
Oh no.
Aber wie es der Gn├╝ immer wieder hin bekommt; geht der Weg fast am Ort des Arbeitgebers vorbei und mit ein bisschen Planung konnte ich die Anreise zum Wettkampf mit wichtigen Gespr├Ąchen in Amberg verbinden. ­čśŐ

Mit Freunden verabredete ich mich nat├╝rlich in Bodenmais im Vorfeld und nach der Landung am ├ťbernachtungsplatz mit dem Space Shuttle begab ich mich auf die Suche der Startnummernausgabe.

Hatte ich den Schlafplatz recht clever gew├Ąhlt und mich in der N├Ąhe der kostenlosen Duschm├Âglichkeit f├╝r nach dem Lauf platziert, hatte ich die Startnummernausgabe nicht wirklich auf dem Schirm.
Im Pfarrhaus. Jo. Sollte eigentlich in der N├Ąhe zur Kirch sein, doch denkst. So gro├č wird Bodenmais sicher auch nicht sein, dachte ich, nur leider sind in dem ├ľrtchen mehr Touristen zu treffen, wie Einheimische, was die Frage nach dem Weg schwieriger machte ­čśú

Irgendwann hatte ich doch eine Frau gefunden die mir den Weg weisen konnte und nach dem Empfang der Unterlagen und beim Warten auf Kerstin und Gunnar kam auch schon Ingmar angeradelt ­čśŐ

Immer wieder sch├Ân, wenn man sich im wahren Leben trifft und nicht nur in der virtuellen Welt.
Ein bisschen geschnattert und kurze Zeit sp├Ąter kamen Sebastian und Claudia.
Wieder ein frohes Hallo und Berichte ├╝ber zur├╝ckliegende L├Ąufe und kommende. Wie immer also ­čśŐ

Kerstin und Gunnar trabten an und wir gingen gemeinsam auf die Suche nach Kaffee und Kuchen. Ohne Kuchen geht gar nichts ­čśé

Wir fanden einen Italiener am Marktplatz und konnten so schon mal den Startpunkt f├╝r den kommenden Tag inspizieren.



Zu uns gesellten sich noch Katrin und Frank. Wir kennen uns nun auch schon etwas l├Ąnger und sahen uns zuletzt am Kyffh├Ąuser.

Mit schnattern um das Lieblingsthema Laufen verflog die Zeit und wir wollten noch zur Pasta-Party ins Pfarrhaus zur├╝ck.

Auch hier gab es (fast)kein anderes Thema au├čer meinem wichtigsten: wo bekomme ich morgen fr├╝h Kaffee her?
Kerstin organisierte das perfekt f├╝r mich und bald machten wir uns auf in die Heijabettchen, denn die kommenden 60 km hatten es mit 2500 pos H├Âhenmetern sicherlich in sich.

Kerstin und Gunnar verabschiedeten sich in ihre Pension und ich machte mich auf den Weg ins Schlafquartier Space Shuttle ­čśë

Durch's Panoramadach konnte ich in meinen Schlafsack gekuschelt (danke Schatz f├╝r den tollen Tipp) den sternenklaren Himmel betrachten, welcher besseres Wetter versprach, als tags├╝ber gemeldet wurde.

Die kalte Nacht auf meiner kuscheligen neuen und sch├Ânen warmen Luftmatratze endete 5:30, denn Start war f├╝r 8:00 Uhr angesetzt und ich musste noch ein Parkticket ziehen, was leider nicht funktionierte zu der fr├╝hen Morgenstunde und ich verschnabbulierte mein M├╝sli etwas frustriert.

Im Pfarrhaus hatten die lieben flei├čigen Helferinnen tats├Ąchlich an mich gedacht und eine Kanne!!! Kaffee mitgebracht. Ganz lieben Dank!



Nach 2 Tassen im Stehbankett und aufw├Ąrmen nach dem Ticketdessaster ging es auch schon zum Start.



Nat├╝rlich trafen wir uns alle im heller werdenden Startbereich zum Gruppenbild und gegenseitigen Gl├╝ckw├╝nschen und fast unbemerkt fiel der Startschuss.

Auf Gunnars Rat hin hatte ich die Windjacke im Rucksack verstaut und so zus├Ątzliches Gewicht zur Pflichtausr├╝stung.
Denn Regenjacke, 1. Hilfe-P├Ąckchen, M├╝tze und Handschuh, Streckenplan und Notfallnummer waren Vorgabe und wurden Stichprobenartig kontrolliert. Finde ich gut und richtig, denn auch wenn wir nicht im alpinen Gel├Ąnde laufen werden, kann auch im Mittelgebirge was passieren.
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste und so hatte ich die Route nat├╝rlich auf die Suunto geladen und auch im Handy bei Locus aktiv. Man wei├č ja nie ­čśë 

Nach kurzen bergab durchs ├ľrtchen ging es schon bergauf.
Die ersten 5 km brachten uns von 630 ├╝NN bereits auf 950. Noch "gut" laufbar, was sich nach Studium des Profils ├Ąndern wird ­čśô


Bis zur "Herausforderung ab km 25 und dem Aufstieg zu den beiden Arbers waren die H├Âhenmeter noch ganz gut laufbar und die Aussicht ├╝ber den Bayrischen Wald einfach bezaubernd.


Diese Ausblicke erlebt eben nur, wer sich fr├╝h auf den Weg macht und keine Scheu vor dem einen oder anderen Aufstieg hat.

W├Ąhrend manche mit Sticks "bewaffnet" die Anstiege eroberten, war ich ohne unterwegs und denke auch, dass sie nicht zwingend erforderlich sind.
Erforderlich ist allerdings bei manchen ein Waffenschein. Denn der Umgang mit St├Âcken ist nicht ungef├Ąhrlich. F├╝r die dahinter laufenden wenigstens. Und so musste ich leider auch meinen Frust gegen den vor mich laufenden los werden. Sorry, aber ich finde es r├╝cksichtslos, wie manche mit den Dingern fuchteln ­čśĽ


Nun gut. Der Kollege (nicht der auf dem Bild) f├╝hlte sich gen├Âtigt Gas zu geben und so hatte ich wenigstens freie Fahrt.

Die Strecke war wundersch├Ân.
Kr├Ąftezehrende Aufstiege wechselten sich mit technisch anspruchsvollen Downhills ab. Selten war ein "einfaches" laufen lassen m├Âglich. Aber es sollte ab dem gro├čen Arber noch besser kommen.


Bei km 22 erreichte ich mein erstes Gipfelkreuz am Sternk├Âckel auf 818 m ├╝NN.

Weiter ging´s und die Trail nahmen kein Ende ­čśô




Dann kam km 25.
Der Aufstieg zum Gipfel des gro├čen Arber ├╝ber den kleinen Arber war einfach toll, wenn auch sehr anspruchsvoll.
Ans Laufen war nicht zu denken und wollte ich auch gar nicht.
Die Ersten L├Ąufer des AuerhahnTrail mit "nur" 35 km kamen an uns vorbei geschossen, im wahrsten Sinne des Wortes. Irre, aber sie hatten ja auch erst ein paar km in den Beinen.


Ab und zu wurde man von Wanderern angetrieben und mit honorierendem Applaus belohnt.


An meinem 2. Gipfelkreuz, am kleinen Arber, musste nat├╝rlich ein Bild sein. Ich w├Ąre ja nicht ich, wenn ich einfach so ohne Bild durch die Landschaft st├╝rzen w├╝rde ­čśë 


Einem Wanderer das Handy in die Hand gedr├╝ckt, mit Bitte um ein Bild und er meinte: das sei erst der kleine Arber. Na. Ob ich den gro├čen A(r)ber schaffe, wei├č ich ja nicht und beide mussten wir lachen.


Man muss einfach mal innehalten (d├╝rfen).
Schlie├člich bin ich nicht so oft hier. Um ehrlich zu sein: zum 1. Mal im Bayrischen Wald und muss sagen: das k├Ânnte ├Âfter passieren.

OK. Es n├╝tz ja nichts, denn die Cutoff-Zeit ist auch nicht zu vergessen.
Also weiter.
Die bis zum gro├čen Arber fehlenden 3 Kilometer schaffte ich nat├╝rlich auch noch und musste ein bisschen an den Treppenmarathon denken, was an den Holzstufen lag, die uns die letzten Meter zum Gipfel hinauff├╝hrten. 

Boa. Was ne Ackerei ­čśô
Die ungleichm├Ą├čigen Stufenh├Âhen machten es nicht wirklich einfacher und so wich ich manchmal auf die Seiten aus.
Irgendwann war es geschafft und ich hatte den Gipfel erreicht.


Kurzes Feedback an die Lieben daheim, dass alles IO sei und weiter ging´s.


Nat├╝rlich nicht ohne Foto ­čśë

Doch was dann kam, war noch ne Spur h├Ąrter, als die Downhills beim KeufelsKopfUltra. Und die waren schon krass.
Aber das hier war krasser.
Muss man eigentlich immer neue Superlative einsetzten?
An Laufen war, f├╝r mich wenigstens, nicht mehr zu denken. Zu technisch wurde die Strecke und nach fast 40 km kommt auch ein bisschen M├╝digkeit in die Beinchen ­čśč


Kein gleichm├Ą├čiger Schritt. Wie die Bergziegen das schafften, die mich ├╝berholten, wei├č ich nicht.
Nun gut. Viele hatten die Startnummer vom AuerhahnTrail. Aber unfassbar, wie die hier sprangen und h├╝pften. Respekt ­čĹŹ

Ich nahm vorsichtig Schritt f├╝r Schritt und erreichte nach 41 km den gro├čen Arbersee.


F├╝r mich ein "wichtiger" Meilenstein. Denn hier gab es zur Belohnung f├╝r den Gn├╝ aus Z├╝ die Dose Espresso aus dem Rucksack.

Der Lauf im Hunsr├╝ck beim KeufelsKopfUltraTrail mit der Eigenversorgung hat mich auf die Idee gebracht, sich eine Belohnungen zu g├Ânnen. Und so´n Espresso ist sensationell ­čśő
Auf die Dose und rin in den Kopp und weiter ging´s.

Die Verpflegung des Laufes war richtig gut, wenigstens f├╝r die an der Spitze laufenden, wie man sp├Ąter in den sozialen Netzwerken lesen musste.

Melone, Banane, N├╝sse, Brote und K├Ąse. Salzstangen, Datteln, Cola, Iso, Tee und Wasser. Und Haribo nat├╝rlich.
Man musste wie immer aufpassen, dass man nicht zu nimmt ­čśő­čśÇ

Weniger anspruchsvoll wurde die Strecke aber keines Falls.

Wieder ging es bergauf und die Marathondistanz hatten wir bereits hinter uns und eine offizielle Ultradistanz in den Beinen.


Kilometer 50 holte mich dann leider auf den Boden der Realit├Ąt zur├╝ck.
W├Ąhrend ich im Laufe meiner Ultra-L├Ąufe die St├Ąrke entwickeln konnte hintenraus wieder konstant laufen zu k├Ânnen, wurde aus dem Plan hier leider nichts.
Nasenbluten ­čśĽ
Mal wieder.
Das 2. Mal nach meinem Erlebnis in B├Âdefeld.
Heute jedoch nicht warm und schw├╝l, so doch die Vermutung, wo es her kommen kann.
Also keine Info nach Hause, um die Lieben nicht zu beunruhigen und ├╝berlegen.
Aufgabe, oder mit Bedacht weiter?
Hier war die letzte Chance auszusteigen. 

Gn├╝? Was nu?
OK.
Gas raus und weiter.
Die Entscheidung f├Ąllt nie leicht. Doch 10 km bergab stellen keine Herausforderung mehr dar. Zur Not wird gegangen, aber DNF? Nein. Das stehe ich dir nicht zu, du Arsch, dachte ich bei mir und musste leider 3 an mir vorbei lassen, was nicht schlimm ist, aber schon eine neue Erfahrung, so kurz vorm Ziel ├╝berholt zu werden, anstatt zu ├╝berholen ­čśĺ

Die Musik und die Stimme des Zielsprechers waren bereits 5 km vorm Ziel zu h├Âren und k├Ânnen deprimierend sein, wenn du wei├čt, wie lang sich 5 km ziehen k├Ânnen.

Irgendwann war Bodenmais erreicht und man wird von flei├čigen Helfern und der Feuerwehr in Richtung Marktplatz geleitet.

Leider sind wenige Zuschauer am Weg, und das sonst aufkommenden Gl├╝cksgef├╝hl bleibt ein bisschen auf der Strecke.

Die letzen 100 Meter und der Zielsprecher k├╝ndigt mich an.
Wenige, die davon Notiz nehmen und meine Freunde sind sicher alle hinter mir.

Dann ist das Ziel erreicht und du bekommst die handgefertigte Medaille umgehangen.
Eine sehr sch├Âne und mit Bezug auf die Region. Sind hier doch in der Vergangenheit etliche Glasmanufakturen entstanden und konnte auf eine alte Tradition des Silberbergbaus zur├╝ckblicken.


Aber als Holland-Fan musste ich die umgeh├Ąngte mit blauem Glas in eine mit orangen tauschen ­čśŐ 

Zum Schuss bin ich doch sehr zufrieden und mit Platz 51 gesamt, Platz 48 unter den M├Ąnnern, sowie Platz 9 in der AK 45 sogar in den Topten bei 182 Finisher.



Der Fu├čmarsch zum Space Shuttle und die hei├če Dusche weckten die Lebensgeister und nach dem Eiwei├čdrink machte ich mich auf den Heimweg.

Alle Freunde sind auch im Ziel gelandet und konnten ihre Vorjahresergebnisse deutlich verbessern, wie zum Beispiel Kerstin mit ├╝ber 1 Stunde ­čĹî

Die Fahrt zur├╝ck in Gn├╝´s Revier verlief Staufrei und war ganz OK.

Was nun kommt ist in Gedanken noch nicht wirklich greifbar. Denn 140 km im November beim KoBoLT ├╝ber den Rhein-Steig scheinen noch so weit weg ­čśč

Die ersten Tage nach dem Arber wurden mit Laufpause auf dem Rad verbracht und so sind wir wieder am Eingang zum Post: laufender Radler oder radelnder L├Ąufer?
Beides. Ich liebe einfach, drau├čen zu sein und mich zu bewegen ­čśî

Euch danke ich ganz herzlich f├╝r das Lesen meines Blog, freue mich, wenn ihr einen Kommentar hinterlasst und wenn ihr wieder kommt.

Ich verbleibe mit sportlichen Gr├╝├čen in die Weiten der Republik
Euer Gn├╝ aus Z├╝