Sonntag, 8. Oktober 2017

ohne wenn, mit Arber ...




Was bin ich? Denke ich mir oft.
Läufer oder Radler?
Ich denke laufender Radler oder radelnder Läufer 😁

Für Läufer gibt es Veranstaltungen, die "muss" man gemacht haben. Dazu gehören sicherlich der Berlin Marathon, Bosten, mit der längsten Tradition oder New York.
Für Radler gibt es diese "must to do" ebenfalls.
Die Cyclassics Hamburg, der Rhön Radmarathon in Bimbach oder der Arber Radmarathon, den es immerhin seit 1985 gibt.

Wenn man nun so ein Zwitter ist wie ich, der nicht weiß, ob er lieber radelt oder besser läuft, der nutzt einen Mix aus beidem und kann sich darüber freuen, dass so toller Lauf im Bayrischen Wald in die 2. Auflage ging.

Über die Kontakte in FB wurde ich angefixt und meldete mich kurzer Hand für den 2. ArberlandUltraTrail in Bodenmais an.

Allerdings hatte ich nicht auf die Entfernung aus Gnü´s Revier nach Bodenmais geachtet und stellte fest: 500 km anfahrt 😠
Oh no.
Aber wie es der Gnü immer wieder hin bekommt; geht der Weg fast am Ort des Arbeitgebers vorbei und mit ein bisschen Planung konnte ich die Anreise zum Wettkampf mit wichtigen Gesprächen in Amberg verbinden. 😊

Mit Freunden verabredete ich mich natürlich in Bodenmais im Vorfeld und nach der Landung am Übernachtungsplatz mit dem Space Shuttle begab ich mich auf die Suche der Startnummernausgabe.

Hatte ich den Schlafplatz recht clever gewählt und mich in der Nähe der kostenlosen Duschmöglichkeit für nach dem Lauf platziert, hatte ich die Startnummernausgabe nicht wirklich auf dem Schirm.
Im Pfarrhaus. Jo. Sollte eigentlich in der Nähe zur Kirch sein, doch denkst. So groß wird Bodenmais sicher auch nicht sein, dachte ich, nur leider sind in dem Örtchen mehr Touristen zu treffen, wie Einheimische, was die Frage nach dem Weg schwieriger machte 😣

Irgendwann hatte ich doch eine Frau gefunden die mir den Weg weisen konnte und nach dem Empfang der Unterlagen und beim Warten auf Kerstin und Gunnar kam auch schon Ingmar angeradelt 😊

Immer wieder schön, wenn man sich im wahren Leben trifft und nicht nur in der virtuellen Welt.
Ein bisschen geschnattert und kurze Zeit später kamen Sebastian und Claudia.
Wieder ein frohes Hallo und Berichte über zurückliegende Läufe und kommende. Wie immer also 😊

Kerstin und Gunnar trabten an und wir gingen gemeinsam auf die Suche nach Kaffee und Kuchen. Ohne Kuchen geht gar nichts 😂

Wir fanden einen Italiener am Marktplatz und konnten so schon mal den Startpunkt für den kommenden Tag inspizieren.



Zu uns gesellten sich noch Katrin und Frank. Wir kennen uns nun auch schon etwas länger und sahen uns zuletzt am Kyffhäuser.

Mit schnattern um das Lieblingsthema Laufen verflog die Zeit und wir wollten noch zur Pasta-Party ins Pfarrhaus zurück.

Auch hier gab es (fast)kein anderes Thema außer meinem wichtigsten: wo bekomme ich morgen früh Kaffee her?
Kerstin organisierte das perfekt für mich und bald machten wir uns auf in die Heijabettchen, denn die kommenden 60 km hatten es mit 2500 pos Höhenmetern sicherlich in sich.

Kerstin und Gunnar verabschiedeten sich in ihre Pension und ich machte mich auf den Weg ins Schlafquartier Space Shuttle 😉

Durch's Panoramadach konnte ich in meinen Schlafsack gekuschelt (danke Schatz für den tollen Tipp) den sternenklaren Himmel betrachten, welcher besseres Wetter versprach, als tagsüber gemeldet wurde.

Die kalte Nacht auf meiner kuscheligen neuen und schönen warmen Luftmatratze endete 5:30, denn Start war für 8:00 Uhr angesetzt und ich musste noch ein Parkticket ziehen, was leider nicht funktionierte zu der frühen Morgenstunde und ich verschnabbulierte mein Müsli etwas frustriert.

Im Pfarrhaus hatten die lieben fleißigen Helferinnen tatsächlich an mich gedacht und eine Kanne!!! Kaffee mitgebracht. Ganz lieben Dank!



Nach 2 Tassen im Stehbankett und aufwärmen nach dem Ticketdessaster ging es auch schon zum Start.



Natürlich trafen wir uns alle im heller werdenden Startbereich zum Gruppenbild und gegenseitigen Glückwünschen und fast unbemerkt fiel der Startschuss.

Auf Gunnars Rat hin hatte ich die Windjacke im Rucksack verstaut und so zusätzliches Gewicht zur Pflichtausrüstung.
Denn Regenjacke, 1. Hilfe-Päckchen, Mütze und Handschuh, Streckenplan und Notfallnummer waren Vorgabe und wurden Stichprobenartig kontrolliert. Finde ich gut und richtig, denn auch wenn wir nicht im alpinen Gelände laufen werden, kann auch im Mittelgebirge was passieren.
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste und so hatte ich die Route natürlich auf die Suunto geladen und auch im Handy bei Locus aktiv. Man weiß ja nie 😉 

Nach kurzen bergab durchs Örtchen ging es schon bergauf.
Die ersten 5 km brachten uns von 630 üNN bereits auf 950. Noch "gut" laufbar, was sich nach Studium des Profils ändern wird 😓


Bis zur "Herausforderung ab km 25 und dem Aufstieg zu den beiden Arbers waren die Höhenmeter noch ganz gut laufbar und die Aussicht über den Bayrischen Wald einfach bezaubernd.


Diese Ausblicke erlebt eben nur, wer sich früh auf den Weg macht und keine Scheu vor dem einen oder anderen Aufstieg hat.

Während manche mit Sticks "bewaffnet" die Anstiege eroberten, war ich ohne unterwegs und denke auch, dass sie nicht zwingend erforderlich sind.
Erforderlich ist allerdings bei manchen ein Waffenschein. Denn der Umgang mit Stöcken ist nicht ungefährlich. Für die dahinter laufenden wenigstens. Und so musste ich leider auch meinen Frust gegen den vor mich laufenden los werden. Sorry, aber ich finde es rücksichtslos, wie manche mit den Dingern fuchteln 😕


Nun gut. Der Kollege (nicht der auf dem Bild) fühlte sich genötigt Gas zu geben und so hatte ich wenigstens freie Fahrt.

Die Strecke war wunderschön.
Kräftezehrende Aufstiege wechselten sich mit technisch anspruchsvollen Downhills ab. Selten war ein "einfaches" laufen lassen möglich. Aber es sollte ab dem großen Arber noch besser kommen.


Bei km 22 erreichte ich mein erstes Gipfelkreuz am Sternköckel auf 818 m üNN.

Weiter ging´s und die Trail nahmen kein Ende 😓




Dann kam km 25.
Der Aufstieg zum Gipfel des großen Arber über den kleinen Arber war einfach toll, wenn auch sehr anspruchsvoll.
Ans Laufen war nicht zu denken und wollte ich auch gar nicht.
Die Ersten Läufer des AuerhahnTrail mit "nur" 35 km kamen an uns vorbei geschossen, im wahrsten Sinne des Wortes. Irre, aber sie hatten ja auch erst ein paar km in den Beinen.


Ab und zu wurde man von Wanderern angetrieben und mit honorierendem Applaus belohnt.


An meinem 2. Gipfelkreuz, am kleinen Arber, musste natürlich ein Bild sein. Ich wäre ja nicht ich, wenn ich einfach so ohne Bild durch die Landschaft stürzen würde 😉 


Einem Wanderer das Handy in die Hand gedrückt, mit Bitte um ein Bild und er meinte: das sei erst der kleine Arber. Na. Ob ich den großen A(r)ber schaffe, weiß ich ja nicht und beide mussten wir lachen.


Man muss einfach mal innehalten (dürfen).
Schließlich bin ich nicht so oft hier. Um ehrlich zu sein: zum 1. Mal im Bayrischen Wald und muss sagen: das könnte öfter passieren.

OK. Es nütz ja nichts, denn die Cutoff-Zeit ist auch nicht zu vergessen.
Also weiter.
Die bis zum großen Arber fehlenden 3 Kilometer schaffte ich natürlich auch noch und musste ein bisschen an den Treppenmarathon denken, was an den Holzstufen lag, die uns die letzten Meter zum Gipfel hinaufführten. 

Boa. Was ne Ackerei 😓
Die ungleichmäßigen Stufenhöhen machten es nicht wirklich einfacher und so wich ich manchmal auf die Seiten aus.
Irgendwann war es geschafft und ich hatte den Gipfel erreicht.


Kurzes Feedback an die Lieben daheim, dass alles IO sei und weiter ging´s.


Natürlich nicht ohne Foto 😉

Doch was dann kam, war noch ne Spur härter, als die Downhills beim KeufelsKopfUltra. Und die waren schon krass.
Aber das hier war krasser.
Muss man eigentlich immer neue Superlative einsetzten?
An Laufen war, für mich wenigstens, nicht mehr zu denken. Zu technisch wurde die Strecke und nach fast 40 km kommt auch ein bisschen Müdigkeit in die Beinchen 😟


Kein gleichmäßiger Schritt. Wie die Bergziegen das schafften, die mich überholten, weiß ich nicht.
Nun gut. Viele hatten die Startnummer vom AuerhahnTrail. Aber unfassbar, wie die hier sprangen und hüpften. Respekt 👍

Ich nahm vorsichtig Schritt für Schritt und erreichte nach 41 km den großen Arbersee.


Für mich ein "wichtiger" Meilenstein. Denn hier gab es zur Belohnung für den Gnü aus Zü die Dose Espresso aus dem Rucksack.

Der Lauf im Hunsrück beim KeufelsKopfUltraTrail mit der Eigenversorgung hat mich auf die Idee gebracht, sich eine Belohnungen zu gönnen. Und so´n Espresso ist sensationell 😋
Auf die Dose und rin in den Kopp und weiter ging´s.

Die Verpflegung des Laufes war richtig gut, wenigstens für die an der Spitze laufenden, wie man später in den sozialen Netzwerken lesen musste.

Melone, Banane, Nüsse, Brote und Käse. Salzstangen, Datteln, Cola, Iso, Tee und Wasser. Und Haribo natürlich.
Man musste wie immer aufpassen, dass man nicht zu nimmt 😋😀

Weniger anspruchsvoll wurde die Strecke aber keines Falls.

Wieder ging es bergauf und die Marathondistanz hatten wir bereits hinter uns und eine offizielle Ultradistanz in den Beinen.


Kilometer 50 holte mich dann leider auf den Boden der Realität zurück.
Während ich im Laufe meiner Ultra-Läufe die Stärke entwickeln konnte hintenraus wieder konstant laufen zu können, wurde aus dem Plan hier leider nichts.
Nasenbluten 😕
Mal wieder.
Das 2. Mal nach meinem Erlebnis in Bödefeld.
Heute jedoch nicht warm und schwül, so doch die Vermutung, wo es her kommen kann.
Also keine Info nach Hause, um die Lieben nicht zu beunruhigen und überlegen.
Aufgabe, oder mit Bedacht weiter?
Hier war die letzte Chance auszusteigen. 

Gnü? Was nu?
OK.
Gas raus und weiter.
Die Entscheidung fällt nie leicht. Doch 10 km bergab stellen keine Herausforderung mehr dar. Zur Not wird gegangen, aber DNF? Nein. Das stehe ich dir nicht zu, du Arsch, dachte ich bei mir und musste leider 3 an mir vorbei lassen, was nicht schlimm ist, aber schon eine neue Erfahrung, so kurz vorm Ziel überholt zu werden, anstatt zu überholen 😒

Die Musik und die Stimme des Zielsprechers waren bereits 5 km vorm Ziel zu hören und können deprimierend sein, wenn du weißt, wie lang sich 5 km ziehen können.

Irgendwann war Bodenmais erreicht und man wird von fleißigen Helfern und der Feuerwehr in Richtung Marktplatz geleitet.

Leider sind wenige Zuschauer am Weg, und das sonst aufkommenden Glücksgefühl bleibt ein bisschen auf der Strecke.

Die letzen 100 Meter und der Zielsprecher kündigt mich an.
Wenige, die davon Notiz nehmen und meine Freunde sind sicher alle hinter mir.

Dann ist das Ziel erreicht und du bekommst die handgefertigte Medaille umgehangen.
Eine sehr schöne und mit Bezug auf die Region. Sind hier doch in der Vergangenheit etliche Glasmanufakturen entstanden und konnte auf eine alte Tradition des Silberbergbaus zurückblicken.


Aber als Holland-Fan musste ich die umgehängte mit blauem Glas in eine mit orangen tauschen 😊 

Zum Schuss bin ich doch sehr zufrieden und mit Platz 51 gesamt, Platz 48 unter den Männern, sowie Platz 9 in der AK 45 sogar in den Topten bei 182 Finisher.



Der Fußmarsch zum Space Shuttle und die heiße Dusche weckten die Lebensgeister und nach dem Eiweißdrink machte ich mich auf den Heimweg.

Alle Freunde sind auch im Ziel gelandet und konnten ihre Vorjahresergebnisse deutlich verbessern, wie zum Beispiel Kerstin mit über 1 Stunde 👌

Die Fahrt zurück in Gnü´s Revier verlief Staufrei und war ganz OK.

Was nun kommt ist in Gedanken noch nicht wirklich greifbar. Denn 140 km im November beim KoBoLT über den Rhein-Steig scheinen noch so weit weg 😟

Die ersten Tage nach dem Arber wurden mit Laufpause auf dem Rad verbracht und so sind wir wieder am Eingang zum Post: laufender Radler oder radelnder Läufer?
Beides. Ich liebe einfach, draußen zu sein und mich zu bewegen 😌

Euch danke ich ganz herzlich für das Lesen meines Blog, freue mich, wenn ihr einen Kommentar hinterlasst und wenn ihr wieder kommt.

Ich verbleibe mit sportlichen Grüßen in die Weiten der Republik
Euer Gnü aus Zü

Montag, 11. September 2017

Friede, Freude, Eierkuchen oder meine kleine Insel ...

Respectistan 😉


Ich packe meinen Koffer und nehme mit ...

So, oder so ähnlich fühle ich mich ☹
Es kann doch so schwer nicht sein und doch bekomme ich es nicht aus dem Kopf.

Am Sonntag meine Begegnung mit dem "Sportsfreund" der mich auf mein Klingeln hin nicht hören wollte und auf mein Rufen hin mit Beleidigung reagiert hat 😠

Am Sonntagnachmittag hab ich es dann noch mal mit dem Rennrad versucht und wieder so ein Hirnochse der sich zwischen mir und dem entgegenkommenden Bus durchquetschen muss 😠

Heute Besuch beim Arzt, der leider nun einen Patienten weniger hat. Denn diese Reaktion, auf meine Erzählung hin, kann ich beim besten Willen nicht verstehen 😞

Fragt er doch, warum der Radfahrer, der sich auf dem zugegebenermaßen sehr steilen Berg vor ihm her hinauf quält, als er nach Hause fährt, denn nicht den Fußweg nutz.
Frage meinerseits warum er das tun soll, kommt die Antwort: weil der ja frei sei und er dann die Autofahrer nicht behindern würde.

Ja, genau. Und oben steht der Dorfsheriff und kassiert, oder die Oma pöbelt, warum er auf dem Fußweg fährt ...

Andererseits kann man bei den paar Metern zwischen Haus und Praxis auch laufen.
Das denke ich mir wiederum nur und behalte es für mich.

Dabei kann es doch so einfach sein ...

Ihr macht was ihr wollt, und ich wander aus.
Und nehme mit, wer es genauso, oder mindestens ähnlich, empfindet 😐

Täglich lese ich diesen Mist in der Zeitung, höre es im Radio oder sehe die Bilder im TV:
Die Kanzlerin mit Tomaten beworfen ...
Den Herausforderer beschimpft ...
Kinder missbraucht ...
In Katastrophengebieten geraubt und geplündert ...

Was ist eigentlich auf der Welt los?
Hat eine Kanzlerin, egal ob man ihrer Meinung ist oder zur Opposition gehört, kein Respekt, Achtung verdient?

Wieso darf man Kinder in die Welt setzen, ohne psychologische Tests?
Zum fahren eines Autos muss ich nen Schein machen 😲

Wie krank muss man sein, um die ausgestorbenen Städte zu plündern? Das letzte zu nehmen, was den so schon armen Teufeln geblieben ist?

Wer mag kommt mit mir.
Wir suchen uns eine Insel.
Weit ab der ganzen Sch...
Sitzen im Gras und rauchen Blumen 😂
Laufen um die Wett 😂
Fahren nebeneinander Rad 😂
Halten uns dabei an den Händen und jeder der uns kommen sieht, fängt an sich zu freuen und zu lachen und kommt mit uns.

Mit uns auf die kleine Insel Respectistan ...

Weit weg von den ganzen Spießern und der Respektlosigkeit dieser Welt 😠 

Ich musste das mal rauslassen ...
In diesem Sinne
Werdet respektvoll im Umgang zueinander, dann ist´s noch mal so schön auf dieser unser einzigen Welt.


von eurem Gutmensch
Gnü aus Zü

Sonntag, 27. August 2017

mit Speck ...

fängt man Mäuse 😂
Und mit Startnummern Läufer 😉



Meine Läufer-Kariere startete 2010 und bereits 2014 folgte mein erster Ultra-Lauf an der Müritz, mit Untestützung durch Guido als Radbegleiter. Und das auch noch mit der von vielen als Unglückszahl verhassten "13".
Mit brachte sie in sofern Glück, dass ich meine als Ultra-Novize gestartete Müritzumrundung nach 7:04:52 h erfolgreich hinter mich gebracht hatte. Wer mag, darf meine Gedanken von damals hier noch mal nachlesen.

Der Eindruck, den ich an der Müritz gewinnen durfte, was Orga und Betreuung der Teilnehmer anbelangt, setzte sich schnell fort, als ich die Wiederholung in 2015 mit der "13" vom Veranstalter angeboten kam 😏

2016 folgte auf Grund des vollen Ultra-Plans eine Pause und 2017 dann Start Nr.3 mit der "19" 😌

Nun ist also mein Motto für 2017 an der Müritz erledigt: "alle guten Dinge sind 3" und auch heute, eine Woche danach, bin ich in Gedanken noch bei den lieben Menschen, die die Umrundung zu einem für mich unvergesslichen Erlebnis machen.

Und wie komme ich nun zu der Einleitung?
Ja. Ganz einfach: der Veranstalter bot mir doch tatsächlich an, meine 4. Umrundung mit der "4" laufen zu dürfen. Und? Schwupp, war ich drin 😱

Ich bin also auf dem besten Weg, mir die bronzene Nadel zu holen, die es für die 5. Umrundung gibt 😉. Und die werde ich holen 🙈

Also dann: gehen wir´s mal an ...

Wie geht es aber 2017 weiter?
Die Woche verlief, oder besser gesagt rollte, sehr zufrieden stellend.
Auf der doch sehr langen Heimfahrt von Waren nach Züschen, hatte ich ja genug Zeit zum Nachdenken und die Zufriedenheit, die ich in mir hatte, wollte ich nicht mit zu frühem Laufen verderben.
So standen die Rennsemmeln im Regal und das Rennrad war mein treuer Begleiter.



In der neuen Woche muss dann aber wieder ans Laufen gedacht werden, denn in nur 26 Tagen geht´s bereits wieder auf die Trails. Diesmal beim Arberland Ultra Trail in Bodenmais.

Da das Rennrad eh mal einen neuen Antriebssatz benötigt, wird es also einer Reparatur unterzogen werden und ich hoffe, dass der Spätsommer besser wird, als der Sommer war 😤

In diesem Sinne ganz lieben Dank an Rene´, der mir die "4" verpasst hat, also die Schuld an Start Nr. 4 trägt und mich zur 5. Umrundung motiviert und euch natürlich für das Lesen meines Blog.

Wie ihr seht, ist an meinem Motto:
Wer sich bewegt, bewegt was!

so sehr viel dran. Und wenn es nur die Gedanken im Kopf an schöne Erlebnisse sind.

Bleibt alle gesund und mir gewogen.
Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Sonntag, 20. August 2017

Musik ...

ist eine Kunstgattung, deren Werke aus organisierten 
Schallereignissen bestehen ...
Quelle: Wikipedia



Auch für mich ist Musik prägend und hat einen wesentlichen Einfluss auf mein bisheriges Leben gehabt.
Meine erste LP von Udo Lindenberg zum Beispiel. "Wozu sind Kriege da?". Beeindruckend und heute so aktuell wie 1981.

"Ich spür' den Wind drehen, nachdem ich viel zu lange still stand.
Viel zu lang nichts mehr riskiert hab', mitten drin doch nur dabei.
....
Oh die Uhren stehen und die Beine schweben, das Beben in der Luft.

Und ich renn' und ich renn' und ich renn'
weil ich jetzt wieder weiß wer ich bin.
Und ich renn' und ich renn' und ich renn'

weil jetzt alles von vorn beginnt.
..."
Quelle Joris

So ähnlich fühlte ich mich. 😌
Das Schweben in der Luft ...

Nach dem Keufelkopf hatte ich dieses Gefühl mittendrin doch nur dabei zu sein und zog die Reißleine. Auch aus anderen Gründen. 😕

Ich brauchte Abstand. Ruhe. Keinen Plan und sagte den Thüringen-Ultra ab.
Stattdessen Urlaub und entspanntes Laufen oder radeln ohne Plan und Verpflichtungen. 

Mit einem verkürztem Plan, auf 7 Wochen, fing ich an, mich auf meine 3. Müritz-Umrundung vorzubereiten.
Und schon bei der Erstellung des Plans ging ich es "cooler" an, wusste ich doch, dass ich die Wochenkilometer selten oder gar nie erreichen würde. Machte mir aber wirklich keinen Stress, sondern dachte: was geht, geht.

Nach und nach kam die Lust am Laufen wieder und ich brachte es sogar, ohne das es im Plan stand, fertig, einen Doppeldecker von 40 und 60 km am Folgetag zu laufen.
Auch wenn man natürlich nach den 60 kaputt ist, wäre ich doch in der Lage gewesen am Folgetag noch was zu laufen. 😲

Die Müritz rückte immer näher und auch der Kopf wollte es wieder.

Orga-Talent, wie ich bin, konnte ich tatsächlich meine Vertiebskurverei mit der Anreise zur Müritz verbinden und machte mich am Donnerstag auf nach Hamburg, um mal endlich meinem Cousin einen Besuch abzustatten, am Folgetag mit einem Kundenbesuch verknüpft und Weiterfahrt in Richtung Waren mit Zwischenstopp zum nächsten Termin in Parchim auf halber Strecke 😃

Pünktlich 15 Uhr Landung in Waren an der Müritz. Hotel "Ingeborg" bezogen, wo ich sehr, sehr nett empfangen wurde.
Checkin und gleich die Rechnung beglichen, um am Lauftag das nicht machen zu müssen.
Sogar das Frühstück wurde kulanter weise auf 6:30 Uhr vorverlegt. Danke 😌 

Während der Anreise mit Max und Ingo Kontakt gehalten und nen Tisch zum Carbo-Loading reserviert.

Aber vorher? Natürlich Peter und Kuchen 😉

War die Anreise ab Parchim schon verdammt nass, sodass mein Rennrad im Auto bleiben musste, stand der Gnü mit Schirm und gar nicht Läuferkonform mit Schirm im Hafen 😨



Um mich herum wurde von den fleißigen Helfern der Start- und Zielbereich aufgebaut und es blieb nur zu hoffen, dass sich der Regen, wie versprochen, verziehen möge.



Irgendwie ist es so, als ob du nach Hause kommst.
Du fühlst dich sofort wohl und alles ist dir vertraut. Trotzdem muss ein Bild vom Hafen sein 😃




Weiter hinauf auf den Marktplatz führte mich der Weg, dem Kuchen entgegen 😂



Nachdem die ersten, gefühlten, 1000 kcal im Bäuchlein verschwunden waren gings zurück ins Hotel, denn nach der Fahrerei stand ein bisschen Bewegung auf dem Plan und Startunterlagen abholen.

Die Vertrautheit zog sich selbst da weiter. Ich brauchte nicht mal mehr die Navi, um den Weg zu finden 😉

Im Hotel am Bahnhof wurde ich doch gleich von Andre angesprochen und kurz darauf hatten wir auch schon ne Kamera im Gesicht 😄



Unterlagen in den Rucksack und zurück ins Hotel laufen, duschen und Max treffen.

18:00 Uhr saßen wir zu viert in der Pizzeria am Hafen in Waren an der Müritz und hatten wie immer viel zu erzählen und von vergangen Läufen zu berichten, von DNF und Umentscheidungen, neuen Zielen und Plänen.

Mit etwas Verspätung kam Dirk in unsere Runde und auch Ingo hatte es irgendwann zu uns geschafft 😌



Irgendwie hätte ich ewig sitzen bleiben können. Ein sehr schöner Abend mit netten Gesprächen und doch waren wir nicht zum quasseln da, sondern hatten ja andere Vorhaben.

Die 75 km um die Müritz wollte jeder von uns laufen. Nur Andre musste krankheitsbedingt absagen.
Ingo wollte es unter 10 h schaffen und Dirk wollte mit Regine die Strecke in Angriff nehmen.
Max nicht so schnell, was bei ihm auch immer nicht so schnell heißen möge und mein geheimer Wunsch war endlich mal 6 zu haben. Also ne 6 vorm Doppelpunkt 😁 

Die Klamotten im Hotel hergerichtet und 22:00 Uhr hieß es:
Ruhe im Schiff, Licht aus!




6:30 Uhr Frühstück mit Max, Kalmotten in den Space Shuttle und diesen auf den Parkplatz an der Turnhalle gefahren.
Zu Fuß zurück in den Hafen und Gruppenbild 😀



Kersten, den alten Ultra-runner, gesichtet und dann, so langsam aber sicher, immer schlimmere Frostbeulen bekommen.
Zum Glück hat der Regen aufgehört, dafür hatten wir recht heftigen Wind, den ich unterwegs mehr als einmal verflucht habe 😠

Wie immer Ansprache von seiten der Orga und des Bürgermeisters und 8:00 Uhr viel endlich der langersehnte Startschuss.



Der Plan lautete 6:52 h bei ner Pace von 5:30/km, auf die ich im Training sehr sehr viel Wert gelegt hatte.
Keine Intervalleinheiten, nur hin und wieder Tempoläufe, die ich in der Vorbereitung gemacht habe. Denn der Fehler, der erste beiden Umrundungen, mit Pace teiweise sub 5:00/km oder gar 4:30/km, sollten dieses Jahr definitiv nicht passieren.

So trabte ich langsam los, immer ein Auge auf der Suunto. Bei km 5 etwa hatte ich ein, mir bekannt vorkommendes grünes Shirt an meiner Seite. Und siehe da: Martin, der mich am Rabenberg beim Sachsen Trail 2016 auf den letzten Kilometern eingesammelt hatte.
Ja das ist ja ne Freude. Kurzer Plausch und ich lies ihn vorbei.

Ich hatte ja in der Vorbereitung auch mal einen Lauf mit Kopfhörer versucht und an der Müritz wollte ich mit Musik laufen.
Echt? Geht ja gar nicht irgendwie. Ständig was anderes. Aus dem Ohr gerutscht, selbstständig laut mal leise, Lied davor, Lied danach.
Nach kurzer Zeit hatte ich es satt und zog die Stöpsel aus den Ohren und verstaute sie im Rucksack.

Stattdessen habe ich ganz konzentriert nach jeder Stunde ne Salztablette eingeworfen, meine Datteltüte aus dem Rucksack gefingert und immer wieder eine verputzt.


Entspannt ging es die ersten Kilometer auf Wanderwegen, bevor wir diese hinter uns ließen und auf Asphalt wechselten.
Aber das wusste ich und trotzdem habe ich mich in diesem Jahr ganz bewusst für die Salomon S-LAB Sense Mantra, den Trailschuh, entschieden, weil ich da keine Einschränkungen erwartete, wenn der Fuß anschwillt im laufe des Laufes 😏


Obwohl ich auch die von der Orga empfohlene 0,5-Liter Softflask dabei hatte, griff ich an jedem WP zu einem Becher Wasser und einem Becher Cola. Und das bereits ab km 10 in Schwarzenhof, was sich im Rückblick als sehr positiv auszahlte.

Die übliche Nussmischung, aus Erdnüssen, Cashew, Mandeln und Cranberrys wollten nicht schmecken und so stieg ich auf die angebotenen Bananen um, wohl wissend, dass das zu wenig sein kann.


Ich lies den Blick immer mal wieder über die Landschaft schweifen, wenn es diese zuließ und trabte vor mich hin, ohne Notiz von dem zu nehmen, was sonst um mich herum geschah.

An den Einstiegspunkten der Staffeln war es wie immer etwas unruhig und manchmal kompliziert an die Verpflegungsstellen zu kommen, da von den "Sportfreunden" zugestellt 😒

Einige, die mich überholt hatten, konnte ich wieder einsammeln. Wie auch Martin 😉
Revanche für den Rabenberg.

Die letzten Kilometer werden immer zäh. Was aber definitiv nicht kam: der Drang gehen zu müssen. Prima. Es zeigte sich also ein Effekt der vielen ruhigen Läufe, auch wenn ich blöderweise an einigen Verpflegungspunkten zu lange stehen blieb und hintenraus langsamer wurde.
So sank die Pace von 5:20/km auf 5:30 und am Ende standen 5:40/km im Ziel, was meine Zielzeit von sub 6 h als verpasst darstellte.

Egal. Denn dafür fühlte ich mich richtig gut und konnte an allen VP und WP den lieben Helfern einen lockeren Spuch erwidern.

Zum Beispiel als an der Strecke ein Schild stand: "Lust auf Pause?".
Ich habe darum geben, dies abzudecken, wegen Demoralisierung, was zum lauten Lachen führte.

Am Campingplatz fragten zwei Jungs, ob ich ne kühle Dusche haben möchte, was ich mit dem Bedarf nach neuen Beinen ablehnte.


Und auch wenn man nun schon zum 3. Mal am Schloss Klink vorbei läuft, muss man doch das Handy zücken. 😔

Dann waren wir endlich in Waren angelangt und die letzten, dafür härtesten, 4 km brachen an.
Eine Straße, an dessen Beginn du schon siehst, wer am Ende der Woche einbiegen wird 😱

Doch selbst die bin ich durchgelaufen, was mich selbst schon ein bisschen verwundert hat 😃.

Und dann endlich die nette Helferin, die dir zuruft: "die letzten 700 Meter". "Dankeschön" zurück zwischen den Zähnen hervor gepresst und auf die Zielgeraden eingebogen.

Der Sprecher verhaspelt sich kurz und kündigt einen weiteren Staffelläufer an. Bemerkt aber noch den Fehler und dann kommt dein Name aus dem Lautsprecher.
Die Zuschauer applaudieren und dann ist es geschafft, wenn auch nicht so sehr ergreifend, wie bei meinem ersten Zieleinlauf.



Leider konnte mich meine Frau nicht begleiten, dafür stand die selbe Zeit auf der Anzeige


Es ist geschafft und René ist der Erste der mir gratuliert, natürlich nicht ohne die Frage: "Und. Nächstes Jahr wieder?"

Noch unter der Dusche stand fest: die bronzene Nadel für Umrundung Nr. 5 hole ich mir 😄

Glücklich und zufrieden mit vielen lieben Gesprächen im Zielbereich und Bier mit Max


lag ich nach der Vernichtung des Bieres (mit Alkohol 😋) auf der Massageliege und genoss diese Qual 😉

Am Ende des Tages zählt doch nicht die 6 vor dem Doppelpunkt, denke ich bei mir.
Ich bin so entspannt und ohne Druck um die Müritz, wie ich schon lange nicht mehr einen Wettkampf gelaufen bin.


Es steht für mich fest:
Wettkampf? Ja!
Kämpfen? Ja!

Schmerzen? Nein!
Genießen? JAAAAA!




Ich bin sehr, sehr zufrieden und freue mich riesig auf das nächste Abenteuer mit Kerstin, Gunnar und Ingmar am Arber in nur 33 Tagen 😯 

Euch danke ich ganz herzlich für alle Glückwünsche die mich erreicht haben. Ob über Instagram, Facebook oder G+

Ich würde mich freuen, wenn ihr einen Kommentar hinterlasst, wünsche euch alles Glück der Welt und freue mich, wenn ihr weiter meinen Blog lest und mir zustimmt:
Wer sich bewegt, bewegt was!


Ich verbliebe mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü

Sonntag, 30. Juli 2017

Motivation ....

Mo·ti·va·ti·o̱n
Substantiv [die]
  1. 1.
    Haltung, in der die Motive1 einer Entscheidung oder Handlung zusammengefasst sind.

    "Die Motivation seines Handelns ist mir nicht klar."
  2. 2.
    Zustand, in dem man motiviert2 ist, etwas zu tun.

    "Hast du genug Motivation für diese schwierige Aufgabe ?"

Motivation ist wichtig und treibt uns an, Ziele zu erreichen, oder diesen zu folgen.


Ich habe meine Motivation nun vor mir hängen, so wie auch schon andere Zeilen, die mich motivieren an meinem Schreibtisch hängen 😉

Zum Beispiel meine Liste mit den 7 Punkten zum Erreichen persönlicher Ziele. Daraus 1.
Ziele klar definieren (Schreibe sie auf und kontrolliere sie am Schluss)

Genau aus dem Grund habe ich meine Ziele in meinem Blog fixiert.

Und das neue Ziel an meiner Wand wird der Teneriffa Blue Trail 2019 zu meinem 50. Geburtstag sein. 😎

Das ist vielleicht noch lange hin, aber Vorfreude und so 😊.

Bis dahin stehen erst mal ein paar andere Ziele im Plan und das nächste ist so weit nicht mehr weg: in 19 Tagen werde ich zum 3. Mal beim Lauf um Deutschland größten Binnensee, beim Müritz Lauf, starten.

Ich freue mich sehr auf die Müritz und alte Bekannte wieder zu treffen. Auch wenn die Vorfreude in dieser Woche etwas gedämpft wurde.
Lief die letzte Woche mit dem Doppeldecker richtig gut und du denkst es geht noch mehr, kommt sicher irgendwo der Dämpfer her.

Und der Dämpfer war eher das Gegenteil von Dämpfen, eher sehr flüssig in Form von einer Magen-Darm-Infektion. Einzelheiten erspare ich euch gern.

Der Montag war natürlich nach der Doppelbelastung ein Ruhetag und wurde eingehalten.

In der Nacht der Dämpfer, der den Lauf am Dienstag unmöglich machte 😭

Mittwoch Systemcheck IO und locker laufen sollte gehen. Ging genau 10 km. Dann rief ein Busch. Nach 14 km war Ende und ich musste die letzten km nach Hause gehen 😭

Donnerstag wieder alles IO und ich schlug mir die Idee, Laufen zugehen, gleich aus dem Kopf.
Dafür sattelte ich das Rennrad, denn das sollte doch wohl gehen, bzw. rollen.
Es rollte 😤

Ganz entspannt ging es mal wieder in "meinen" Chattengau und beinahe wäre es eine richtig gute Tour geworden, wenn...
Ja wenn Donar Rocker oder Radler währe 😞


Nein. Ist er nicht, sondern sorgte für ne Unterbodenwäsche beim Gnü 😒.
In Felsberg hatte ich die dunklen Wolken bereits durch und meine Klamotten waren es auch 😭


Aber gemacht ist gemacht und dabei konnte gleich ein Plan für den Freitag gemacht werden.
Denn diese Woche war Lauftechnisch eh "gelaufen".

Freitag 
Nach Erledigen und abarbeiten der Job-Aufgaben und Ziele (genau, auch diese schreibe ich auf), Bürotür zu, Kellertür auf und Rennrad raus.

Ederseeumrundung 😁
War ich doch letzte Woche erst laufend herum, so ist die kurbelnde Umrundung eine Ewigkeit her.
Donar blies und pustete, als ob er mich vom Rad holen wöllte, aber in Anbetracht des bevorstehenden Urlaubs in Nordholland, war das gutes Training, ihm zu trotzen 😵

Ein paar extra Kurven nahm ich mit, denn das Ziel hieß km 100+.
Über Geismar und den Radweg durch die Ederauen ging es nach Affoldern. 
An der Sperrmauer vorbei und den Autos auf der Uferrandstraße auf den Radweg ausgewichen, hieß es auch hier wieder besondere Rücksichtnahme auf die Hobbypedalisten, die so sicher zu sein scheinen 😞

Schloss Waldeck hoch oben
In Niederwerbe ging es hinauf nach Basdorf vorbei an der Sommerrodelbahn, die mit Coffee for free für Biker warb. Bin ich Biker? Sicher. Aber ob das andere auch so sehen. Sie meinen sicher die, die die Reste der Dinosaurier verbrennen 😩

Weiter ging der Weg mit Ziel Herzhausen. Da sollte Pause sein. Eher nicht. Und die Entscheidung war richtig 😤


Sehr lecker, du Fresssack 😎
Ein Stück hätte ja auch gereicht, aber der sah so lecker aus und wie ich schon sagte: ohne Kuchen geht gar nicht. Der gehört in die Liste der Grundnahrungsmittel aufgenommen 😂

Nach kurzer, aber leckerer Rast in der Sonne, ging´s auf in den Kellerwald.
Über Schmidtlohtheim und Kirchlotheim hinauf nach Frankenau, dem höchsten Punkt der Tour mit 481 m üNN.


Ist schon schön, wenn man abseits der Motorradstrecken auf Radwegen allein sein kann.


Ab Frankenau ging die Fahrt rasant abwärts durchs Wesetal nach Frebershausen, Gellershausen, Kleinern nach Giflitz.

Auf dem Radweg ging es zurück nach Fritzlar und einer Kleiner Umweg über Haddamar brachte mich zu meiner Punktlandung und zu Erfüllung meines Vorhabens km 100+ 😊


Da waren wir doch mal sehr zufrieden und der Magen-Darm-Infekt hat auch kapituliert 😏

Sonnabend wie immer Brötchen einfangen.

Seit der inzwischen 4. oder 5. Bäcker in unserem Örtchen das Handtuch geworfen hat, ist das Ziel Fritzlar. Das kann man mit dem Stinker machen, oder aber mit dem Rad.
Ich nahm das MTB, denn die Neuanschaffung, Gepäckträger und Tasche, mussten schließlich mal getestet werden.


Ging richtig gut, nur ein bisschen zu klein die Box, oder wir zu verfressen 😪

Ein bisschen Pflege an Haus und Hof standen auf dem Plan und nach 4 h in gebückter FugenAuskratzHaltung war ich bedient und schnürte die Schuhchen.

Nichts wildes und keine Experimente nach der Woche, dachte ich und machte mich lieber mal wieder auf den Weg die Grenze des Fürstentum Waldeck zu kontrollieren.


Das war genau die richtige Entscheidung.
Stille und dieser wundervolle Duft, den der Wald verströmt, wenn es Nachts geregnet hat, sind unbeschreiblich.

Ein bisschen Pfützen ausweichen und dem einen oder anderen Wasserloch, denn geregnet hatte es in den letzten Tagen ja nun wirklich genug.
Mein Messbecher zeigte von Randvoll bis 10 Liter in der letzten Woche so ziemlich, was los war 😞

Kurz vorm Heimatlichen Ziel noch den Kollegen ins Gras gescheucht.


Die Runde lief ganz ok, wenn es auch zum Schluss hin schon etwas zäh waurde.


So stand der Sonntag vor der Tür und mit ihm mein letzter langer Dauerlauf vor der Müritz-Umrundung 😲
Ob das geht?, dachte ich mir am Morgen. Aber Versuch macht kluch, sag ich immer.
Trinkrucksack gepackt und ab ...

Inzwischen ist diese Runde so etwas wie ein Standard geworden und ich kann jederzeit Änderungen vornehmen.
Es ging vorbei am Hasenberg nach Lohne.


Die Sonne drückte ordentlich, aber ich dachte, an der Müritz kann´s genau so werden, wie ich nun bereits bereits 2 x erleben durfte.

Nach bereits 12 km machte sich eine Erschöpfung bemerkbar, die ich eigentlich erst bei 20-25 erwartet hätte. Aber Zähne hoch und Kopf zusammengebissen und weiter.

In Gudensberg ging der Weg nach Maden entlang am Goldbach, der sein erfrischendes Nass für mich bereithielt.

Ein halbes Brötchen in den Bauch, denn schon beim Frühstück hatte ich gar keinen Hunger heute. Vielleicht war auch das der Grund, der Mattheit. Schlecht geschlafen hatte ich außerdem.


Alt wie ein Baum ... trällerte ich vor mich hin und wünschte es heute zu schaffen. Aber nein!

In Obervorschütz kam die erste Änderung: nicht nach Wabern und die 40k anvisieren, sondern hinter dem Obersten Holz in Cappel abbiegen und "nur2 35k.

Schon den kleinen Anstieg zum Forst musste ich durch Gehpausen unterbrechen.
Na wenigstens entdeckte ich noch dieses Prachtexemplar:


Eine Wespen- oder Tigerspinne. Der Zeichnung nach zu urteilen ein Weibchen. In Natura ca. 2,5 cm und saß wartend in ihrem Netz am Wegesrand. Nicht weiter störend ging es weiter.

Zwischen Obermöllrich und Zennern hielt Mutter Natur eine Köstlichkeit für mich bereit , die natürlich liebend gern annahm 😛.


Der Rest des Weges zog sich wie Kaugummi und als Lauf-Novize würde ich jetzt zweifelnd zusammenbrechen, ob des nahenden Ziels 75 km um die Müritz zu schaffen.
Ultra entscheidet sich am Tag des Ultra 😌
Es kann im Training Bombe laufen und dafür im Rennen bescheiden. Dann ist´s mir andersherum lieber 😑.

Bis zur Tanke habe ich mich noch zusammengerissen und da eine Pause eingelegt.
Aber weder der rote Bulle, der dir Flügen verleihen soll, noch das braune zuckerhaltige Wundermittel verhalfen dem Gnü wieder zum Leben 😞


Also Entschluss gefasst und mit Sohnemann verabredet, der mich in Fritzlar mit Heim nehmen musste.
Die letzten km mehr gegangen, als gelaufen und als ich die Stufen zum Ziegenberg erklommen hatte und den Dom vor mir sah, war ich echt am Ar...


Die nächste Tanke hielt wieder eine Zuckerinfussionslösung für mich bereit und die letzen Meter zum Treffpunkt wurden gegangen.
Stopp und aus und vorbei 😭


Na gut. fast 30 km und das mit den Wiedrichkeiten dieser Woche. Belassen wir´s dabei 😖

Die Woche steht damit wie folgt auf der Habenseite:


156 km gekurbelt 
60 km gelaufen
17 km Brötchenkurierdienst 

Es bleibt noch eine Woche, bevor wir noch ein paar Tage am Meer genießen werden und zu Retten ist nun eh nichts mehr.
Was kommt kommt, was nicht kommt bleibt ...

Damit ist also wieder eine Woche geschafft.
Ich danke euch ganz herzlich für das Lesen meines Blog. Freue mich sehr, wenn ihr mir einen Kommentar, oder auch Kritik hinterlasst und hoffe, dass ihr wiederkommt.

Kommt gut durch die neue Woche und immer fein dran denken:
Wer sich bewegt, bewegt was!
Und wenn es die Ziele im Kopf sind, die ihr hoffentlich aufgeschrieben und an die Wand gehangen habt 😊

Mit sportlichen Grüßen
Euer Gnü aus Zü